Kleine Goldkunde

Ist alles Gold, das glänzt? Natürlich nicht!

Aber Gold glänzt auf jeden Fall in drei verschiedenen Farben: in rötlich, weiss bzw. silbern und in dem klassischen Gelb.

Wer sich nun fragt, wie das passieren kann: hier kommt die Antwort.

Pures Gold ist für die Schmuckverarbeitung zu weich. Um diese Eigenschaft vorteilhaft zu verändern, werden dem reinen Gold, wie es in Goldbarren vorkommt, weitere Metalle beigefügt. In der Regel sind das Kupfer oder Silber und der Vorgang nennt sich legieren.

Das Gold wird durch die Vermengung nicht nur härter und günstiger, es verändert auch seine Farbe. Wird reinem Gold mehr Silber zugefügt, entsteht Weissgold. Wird ihm mehr Kupfer zugefügt, entsteht Rotgold.

Weissgold wirkt unbehandelt uneben und metallisch. Möchte man ihm eine ebenmäßige Farbe verleihen, wird es mit einer Schicht Rhodium überzogen. Man spricht dann von rhodiniertem Weissgold. Wünscht man schwarzes Weissgold, wird das Gold galvanisch mit einem Rutheniumüberzug versehen. Man nennt es dann rutheniertes Weissgold.

Der Goldanteil einer Schmucklegierung ist im Stempel enthalten. Dort steht eine dreistellige Zahl, die den Goldgehalt in Tausendstel angibt. Gebräuchlich sind in Deutschland 333 (333/ 000 entsprechen 8 Karat), 585 (585/ 000 entsprechen 14 Karat) und 750 (750/ 000 sind 18 Karat).

Welches Gold ist nun das perfekte Gold und welches ist für wen geeignet? Das entscheidet letztendlich der Geschmack. Allerdings raten wir unseren Kunden dazu, einen möglichst hohen Goldanteil zu wählen, denn geringe Legierungszusätze stellen eine hohe Hautverträglichkeit und ein dauerhaftes Aussehen, sowie Korrosionsunanfälligkeit sicher.